Zeitreise mit Fräulein Stern – oder warum paranormale Knackwürste mir meine Zukunft vorhersagen


paranormales

Zum offiziellen E-book Realease von „Liebe, Männer, Eierlikör … und andere Katastrophen“ (seit gestern für alle gängigen E-book Reader erhältlich, z.B. HIER oder auch DA) gibt es heute einen Tagebucheintrag von Fräulein Stern, der ganz viele Katastrophen nach sich zog! Was dieser Eintrag mit Fräulein Sterns Schicksal zu tun hat? Das und mehr kann man im Buch nachlesen!

Dear Diary,

die E. hat so einen Vollschaden! Seit gestern ist das offiziell. Gestern war ja Halloween. Und die Mama und der Papa waren praktischerweise nicht daheim. Also haben die E. und ich, wie sich das für Halloween gehört, den Abend mal mit einem thematischen Getränk begonnen: Bloody Mary. Leider hatten wir keinen Tomatensaft im Haus (wir sind ja auch kein Charterflieger), also mussten wir den Wodka pur trinken. Dsa war ein bissl Harakiri, weil wir nebenbei nämlich zwei Kürbisköpfe ausgehöhlt und ihnen schöne Gesichter geschnitzt haben. Weil es war ja Halloween. Meiner hieß übrigens Oswald, weil er von der Kopfform und vom Haarbestand her eine ziemlich verblüffende Ähnlichkeit mit meinem Onkel Oswald hatte. Außerdem war mein Kürbis innen schon ein bissl faul und auch das hat mich an den Onkel Oswald erinnert, weil der ist ja auch nicht mehr ganz frisch in der Birne. Die E. hat ihren Kürbis Gorbatschow genannt – warum, weiß ich nicht so genau. Ich glaub, dass ihr nix eingefallen ist und sie nur von der Wodkaflasche abgeschaut hat. Wir haben den Oswald und den Gorbatschow dann vor die Tür gestellt und nachgedacht, was wir noch so unternehmen könnten. Und dann hatte die E. die grandiose Idee, dass wir ja einen Geist beschwören könnten. Sie hat auch gleich ein Ouija-Board gebastelt und eins der geleerten Schnapsstamperln, weil es hatte ja schon Erfahrung mit Geistern (halt vornehmlich mit Zwetschken- und Himbeergeist, aber immerhin), umgestülpt draufgestellt. Weil wir beide befunden haben, dass man „Nein“ vielleicht nicht so absolut formulieren sollte, hat die E. neben den ganzen Buchstaben, Zahlen und dem „Ja“ hat einfach „Eher nicht so“ draufgeschrieben.

Und dann haben wir angefangen mit dem Gläserrücken. Wir haben beide unsere Zeigefinger auf das Stamperl gelegt und die E. hat so angefangen: „Wir nehmen Kontakt auf mit dem Jenseits. Ich rufe den Geist von…“, und dann hat sie nicht mehr weitergewusst und mich gefragt, mit wem wir denn eigentlich reden wollen. Ich sag ja, sie ist nicht mehr ganz knusper! Das kann man sich ja nicht aussuchen. Das hab ich ihr auch so gesagt. Die E. hat nur die Augen verdreht und noch mal angefangen, so in der Art: „Wir rufen jetzt einen Geist. Geist, bist du da?“ Es war ja zu erwarten: Es hat sich nix gerührt. Natürlich hat die E. gemeint, dass ich schuld bin, weil ich mich nicht gscheit fokussier. Jetzt hab ich halt ihr zuliebe ein paar konzentrierte Denkfalten gemacht. Und dann hat sich wirklich was gerührt! Das Stamperl ist nämlich in echt zu „Eher nicht so“ gerutscht, wie die E. noch mal gefragt hat, ob ein Geist da ist. Die E. natürlich daraufhin wieder voll grantig auf mich, weil sie meint, dass ich schieb. Hab ich aber nicht, ich schwör’s! Hab ich ihr auch gesagt. Und dann ist das Stamperl ganz ohne Frage zu „Ja“ gerutscht. „Muss ein männlicher Geist sein“, ist’s mir ausgekommen. „Der kann sich nicht entscheiden.“ In dem Moment ist das Stamperl volle Wäsch in meine Richtung geschossen udn die E. und ich haben uns nur geschreckt angeschaut. Die E. war ein bissl blass um die Nase und hat gesagt, dass ich ihn nicht grantig machen soll. Am liebsten hätte ich ihr darauf geantwortet, dass sie das nächste Mal einen weniger cholerischen Geist anfragen soll, aber ich hab mich nicht mehr getraut, weil das war schon gruselig! Drum wollten wir die paranormale Unterhaltung dann auch echt kurz halten und haben gleich die ultrawichtigen Fragen ausgepackt.

Die E. wollte natürlich wissen, wen sie mal heiratet. Leider ist das Stamperl da zu „Eher nicht so“ gewandert und dann war die E. schon wieder beleidigt, diesmal halt auf den Geist und nicht auf mich. „Ich hab ja nicht gefragt, ob er mich heiraten will“, hat sie geschmollt. Nur um zu beweisen, dass der Geist sowieso eh keine Ahnung hat, hab ich halt auch gefragt, wen ich mal heiraten werde. Und wir haben gebannt gelesen: Zuerst war da ein W und die E. schon so: „Elsa, kennst du wen mit W?“ und ich so: „Nein, pst!“ Und dann ist das Stamperl weitergerutscht. U … R … S … T und dann noch 1. Die E. hat das superlustig gefunden. Und dann hat sie sich noch darüber zerpeckt, dass ich einmal Elsa Stern-Wurst heiße oder Elsa Wurst-Stern. Und überhaupt hat sie gemeint, dass ich froh sein soll, dass ich selber nicht Knack mit Nachnamen heiße … Am liebsten hätte ich ihr was um die Ohren geschmissen! Ich weiß auch nicht, warum da noch ein Einser angehängt war. Vielleicht ist er ja adelig und das 1 heißt der Erste? Wurst der Erste, das macht’s auch nicht besser! Wir haben auch beide überlegt, ob wir jemanden kennen, der Wurst heißt oder alternativ Eins oder so. Ich muss noch im Telefonbuch nachschauen, ob es überhaupt jemanden mit dem Nachnamen gibt. Ich kenn ja selber nur wen, der Metzger heißt, und der ist Vegetarier, also auch nix mit Wurst … Die Welt ist echt verrückt.

Wie’s weiter geht? Das kann man im Buch von Fräulein Stern nachlesen, eine Liebeskomödie in 13 Katastrophen:

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